Der Umsatz mit Schmuck und Uhren entwickelt sich stabil. Dies teilte der Handelsverband Juweliere (BVJ) zum Auftakt der Branchenleitmesse Inhorgenta am 20. Februar 2026 in München mit. Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2025 rund
5,37 Mrd. Euro* mit Schmuck und Uhren umgesetzt (zu Endverbraucherpreisen inkl. MwSt.). Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von
+2,1 %.
„Auch und gerade in herausfordernden Zeiten scheint der Wunsch nach etwas Schönem und Wertvollem ungebrochen“, so BVJ-Präsident
Stephan Lindner.
„Unsere Kunden kaufen gezielt und hochwertig nach dem Motto: ‚Wenn, dann richtig‘. Vor allem das Wertempfinden für Goldschmuck wird durch die Medienberichte über Edelmetallpreise zusätzlich beflügelt.“ Das Marktvolumen von
Schmuck stieg um +2,1 % auf 4,12 Mrd. Euro*. Der Umsatz mit
Uhren legte ebenfalls um +2,1 % auf 1,25 Mrd. Euro* zu. Insgesamt gingen die Stückzahlverkäufe zwar zurück, dieser Rückgang wurde jedoch durch gestiegene Durchschnittspreise überkompensiert. Bestes Beispiel hierfür sind laut BVJ-Beobachtung
Antragsringe und
Trauringe, die deutlich höherwertiger nachgefragt wurden.
Der Fachhandel als Vertriebsweg dominiert in beiden Sortimentsbereichen Schmuck und Uhren den Markt. Er konnte seinen wertmäßigen Markanteil gegenüber dem Vorjahr sogar leicht steigern. „In kaum einer Branche dominiert der Fachhandel so deutlich das Geschehen. Vertrauen, Kompetenz und Einkaufserlebnis sind wesentliche Faktoren für diesen Erfolg“, so BVJ-Präsident Stephan Lindner. Bei Schmuck haben der Fachhandel und die Filialisten des Fachhandels einen wertmäßigen Marktanteil von 73 %* (rund 90 % davon stationär / 10 % online). Bei Uhren liegt der Anteil von Fachhandel und Filialisten des Fachhandels bei 68 %* (rund 85 % stationär / 15 % online). Dazu Lindner: „Die Onlineshops der Juweliere sind weniger Umsatzbringer als vielmehr Zuführung zum stationären Geschäft. Die Kunden suchen nach wie vor das physische Einkaufserlebnis und die persönliche Beratung. Um so mehr, je höherwertiger das Produkt.“ Auch die Internet-Pure-Player konnten ihre Anteile gegenüber dem Vorjahr in 2025 steigern. Mit 12 %* wertmäßigem Marktanteil bei Schmuck und 17 %* bei Uhren ist ihre Bedeutung im Vergleich zu anderen Gebrauchsgütermärkten jedoch unterdurchschnittlich. Deutlich verloren haben unter den Vertriebswegen für Schmuck und Uhren in 2025 die Warenhäuser.
(*BVJ-Berechnungen auf Basis der Daten von IFH Köln, NIQ/GfK, Destatis und Unternehmensangaben)
Weitere Informationen bei:
Bundesverband der Juweliere,
Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte e.V. (BVJ)
Joachim Dünkelmann (Geschäftsführer) Tel. 02 21 / 2 71 66 – 0
bvj@einzelhandel-ev.de